Akquise und Netzwerken als Freelancer

Als Freelancer muss man sich selbst um seine Projekte kümmern, egal ob man frisch gestartet oder jahrelang dabei ist. Soweit so klar.

Projektausschreibungen für Freelancer findet man auf Plattformen von Vermittlern. Es gibt Unzählige davon. Manche Vermittlerportale sind mir direkt unsympathisch. Man wird genötigt, Zusatzleistungen zu buchen oder gleich fürs ganze Jahr zahlender Premiumkunde zu werden. Häufig haben diese Portale einen schlechten Algorithmus, der mir unpassende Projekte vorschlägt. Persönliche Ansprechpartner gibt es nicht und der Status von Bewerbungen ist -wenig überraschend- intransparent.

Aber es gibt auch Vermittler, die professionell arbeiten, mit Qualitätsanspruch und persönlicher Betreuung. Über ein persönliches Interview wurde ich qualifiziert und erst dann in die Datenbank aufgenommen. Projekte werden passend vorgeschlagen. Ich habe für mich dafür entschieden, nur mit Vermittlern zu arbeiten, bei denen ich persönliche Ansprechpartner habe.

Aber wie baut man sich ein persönliches Business-Netzwerk am neuen Wohnort auf? Wo lohnt es sich, Zeit und Euros zu investieren? Es gibt Tausende von Xing Gruppen, wie funktionieren die eigentlich? Okay verstanden, klickst Du mich, klick ich Dich. Veranstaltungen werden angeboten wie Sand am Meer, Vieles hört sich interessant an, aber bringt mich das wirklich weiter? Möchte ich für einen Event 350 Euro oder mehr zahlen? In Hamburg gibt es etablierte lokale Business Netzwerke, wie Hamburg@work und es gibt natürlich auch Frauennetzwerke. Ich höre auf Empfehlungen und probiere es aus. Bei Jahresgebühren von um die 500 Euro werden Fehlgriffe jedoch schmerzhaft.

Wie ist es mit den Kollegen? Fahren Freelancer untereinander genauso die Ellenbogen aus, wie ich es von Beratungsunternehmen kannte? Interessanterweise mache ich bisher nur gute Erfahrungen, werde von anderen Freiberuflern mit wertvollenTipps reichlich versorgt, bekomme Hinweise auf Projekte und die Gespräche sind erfreulich offen.